Urzeitliches Labyrinth
Durch die getreuen Kopien der ausgewählten Werke der europäischen Höhlenmalerei wird die steinzeitliche Dramaturgie der menschlichen Existenz wieder lebendig.
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1. Raum: Die herrlichen Malereien, hauptsächlich aus Lascaux, auf welchen nur Tierdarstellungen zu sehen sind, strahlen eine "vormenschliche", zeitlose Harmonie aus.
2. Raum: Der Mensch ist noch nicht zu sehen, sein Erscheinen aber bereits zu spüren. Auf den düster werdenden Malereien, den spannungsgeladenen Höhlengravuren die Auflösung der urzeitlichen Harmonie: Vergänglichkeit, gewaltsamer Tod, Besitz, Schmerz und Qual. Neben dem mit dem menschlichen Sein verbundenen Verlust der Harmonie ist zur gleichen Zeit der Drang zur Wiederherstellung des Einklangs zwischen Mensch und Natur zu spüren: dies jedenfalls läßt die Figur des sogenannten Zauberers (Schamanen) von Les Trois erahnen, die sich in der Mitte des Raumes auf einem Steinblock befindet.
3. Raum: Die kleine Höhlenkultstätte des Urzeitlichen Labyrinths. Ist das kraftvolle Urbild auf dem "Felsenaltar" ein Totemtier (?), die Gestalt einer urzeitlichen Gottheit(?), der Ausdruck der Mutter Natur(?), die Demonstration der väterlichen Macht(?) - auf jeden Fall halten viele die auf dem Bild dargestellten kleinen Zweige für Seelensymbole. Gegenüber dem Höhlenfresko der Opfersteinblock - Spur menschlicher Hand. |
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Sowohl die Menschen- und Schamanendarstellung am Ende des Urzeitlichen Labyrinths als auch die neuerliche Erscheinung des nun schonhalbwegs körperhaften Zauberers von Les Trois, mit cem Gesicht des Labyrinthführers, lassen einen dritten Weg erahnen.
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